Pamplona bis Burgos

Wie schon vermutet, in Pamplona angekommen, war kein Zimmer mehr zu bekommen. Leider war auch der Hospitaliero Hoffmann, der Casa Paderborn nicht zu überreden, uns im Frühstücksraum der Alberge auf Isomatten schlafen zu lassen. Selbst der Hinweis, dass ich selbst schon mal in dieser Alberge meinen Dienst gemacht habe wurde von ihm ignoriert. Ich hätte mir ein bisschen mehr Flexibität von dem „deutschen“ Herbergsvater gewünscht.

Also entschlossen wir uns, den Bus in Richtung Santiago zu nehmen, um nach 40 km in Lorca, es bei meinem Freund José Ramon zu versuchen. Aber auch er hatte alles belegt, bot uns aber an, wenn wir gegenüber kein Platz mehr bekämen, uns einen Ort weiter zu fahren, wo sein Kollege uns aufnehmen würde.

Doch wir bekamen die letzten drei Betten in Lorca und so konnten wir den Abend in der kleinen Bar bei klassischer Musik und ein paar Flaschen Wein aus der Navarra genießen! Auch stellte er sich für uns noch einmal in die Küche, um uns etwas Warmes zu zaubern. Vielen Dank José Ramon!

Nach einer erholsamen Nacht, haben wir uns heute morgen um 6 Uhr auf den Weg gemacht! Wir haben die kurze Strecke bis Estella sehr genossen und fühlten uns teilweise in die Vergangenheit zurück versetzt, als wir noch als Pilger unterwegs waren. Aber meine Pilgerzeit ist vorbei, denn mein Leben ist geordnet und ich bin mit mir und Gott im Reinen.

Mit dem Bus ging es weiter nach Burgos.

In der schönen Alberge hinter der Kathedrale bekamen wir noch Betten. Schon eine beeindruckende Unterkunft im Vergleich zu den Barracken, in denen ich früher am Fluss übernachtet habe.

Nachdem Duschen und Wäsche waschen, stand die Kathedrale von Burgos auf dem Programm.

Bereits um 5 Uhr ging der Wecker, denn wir wollten vor der Mittagshitze Castrojeritz erreichen.

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Mein 10. Jakobsweg?

Nach meinem 9. Jakobsweg, sollte eigentlich Schluss sein mit dem Pilgern, doch zu meinem runden Geburtstag hatte ich mir gewünscht, mit meinen besten Freunden Thomas und Daniel noch einmal die schönsten Etappen des Jakobsweges zu gehen.

Dafür, dass ihr mir diesen Wunsch erfüllt, sage ich schon mal herzlichen Dank und verspreche euch, dass es keine Tagesetappen über 40 km geben wird.😉

Nur die Anreise (8. Juli) und die Rückreise (18. Juli) stehen fest. Der Rest wird spontan entschieden! Thomas und ich warten auf unseren Flug nach Madrid. Unser französischer Freund kommt ebenfalls nach Madrid und von dort aus werden wir gemeinsam nach Pamplona weiter fliegen und gegen 17 Uhr ankommen.

Dort erwartet uns die große Fiesta „San Fermin“. Ein Platz in einer Pilgerherberge wird wohl nicht mehr zu bekommen sein und die Hotelpreise sind während dieser Zeit unerschwinglich.

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