Heute hatten wir 33 km zu laufen. Da wir gestern nur die letzten 2 Betten bekommen haben, heißt es heute früher ankommen als gestern damit wir in Olveiroa für alle ein Bett bekommen. In 8 Stunden waren wir bereits am Ziel und hatten bei den Betten noch die grosse Auswahl. Wir entschieden uns für das kleine schnucklige Haus mit nur 5 Betten, einer großen Dusche und einem WC. Schade, das dieses Knusperhäuschen nicht in unseren Rucksack passt.
Hier mal ein Lob an unseren Mitpilger Thomas. Es ist schon bewundernswert wie er das Tempo von Daniel und mir mithält, denn aufgrund des Größenunterschiedes muß er eine höhere Schrittfrequenz wählen um uns folgen zu können.
Hier auf der Strecke von Santiago bis nach Finisterre oder Muxia sind nur die echten Pilger unterwegs. Weit und breit kein Buspilger oder ein Auto- oder Taxipilger zu sehen.
Aufgefallen war uns unterwegs ein Pilger mit einen hellbeigen Rucksack auf einer Konstruktion die einer Stuhllehne ähnelte. Als ich mir interessiert den Rucksack in der nächsten Bar ansah, erzählte mir der schwedische Pilger, dass er sich diesen Rucksack vor 30 Jahren selbst gebaut hatte. Die Hölzer waren keine Stuhllehnen, sondern eine Holzkonstruktion, die er sich auf seinen Rücken angepasst, gefertigt hatte. Als Rucksackhülle hatte er einen Leinenstoff gewählt aus einem engmaschigen Sack. Stolz zeigte er mir den noch heute lesbaren Schriftzug “Vermond”.
So, nun schließe ich mich Thomas an und mache Siesta !





